Okada, Takuro
Der Cellist Takuro Okada nahm während seines musikalischen Studiums die japanischen, volkstümlichen Charakteristika als Thema für seine pädagogische Studienarbeit, und begann dieses aus einer wissenschaftlichen Perspektive heraus zu erforschen. Da das Musikstudium an der Universität Augsburg zur philosophischen und sozialwissenschaftlichen Fakultät gehört, setzte er sich neben der künstlerischen Ausbildung des Instrumentalspiels, mit seiner eigenen Heimat anhand akademischer Forschung auseinander. Hierzu inspirierte ihn die Begegnung mit der deutschen Mentalität sowie mit der deutschen Denkart, die für ihn völlig neu erschien, und durch die bei ihm ein Motiv entstand, seine eigene Identität zu hinterfragen.
Anhand zahlreicher literarischer Werke über die Shinto-Forschung, die Zen-Forschung und die japanische Volkstümlichkeit, die in Deutschland noch immer nicht veröffentlicht werden, arbeitet Takuro Okada in Deutschland an der Aufklärung der wahren Mentalität sowie Lebensweise der Japaner. Weiterhin praktiziert er die durch Karate-Ausbildung, Qigong-Ausbildung und täglichen Zazen aufgebaute Methode der Körperintegration im Instrumentalspiel, und überträgt diese auf die Instrumentalpädagogik.
Zahlreiche Kulturinstitute organisieren mit Takuro Okada Vorträge sowie Kulturprojekte seit dem Jahr 2017. Darunter fallen Deutsch-Japanische Gesellschaften, Volkshochschulen, die Universität Erfurt, das Stadtmuseum Halle, der „Kultur und Bewusstsein“ e.V. und das Deutschlandradio
Der Bauch - HARA - hat eine zentrale Bedeutung in der japanischen Kultur, besonders in den Kampfkünsten und der Lebensphilosophie. Das HARA gilt in Japan als Quelle von Kraft, Stabilität und innerer Ausgeglichenheit. Es spielt als physische und mentale Mitte eine entscheidende Rolle für Haltung, Bewegung, Atemtechnik. Sie erfahren, wie Kampfkünstler und Zen-Meister das HARA nutzen, um Ruhe zu bewahren, fokussiert zu bleiben und in herausfordernden Situationen entschlossen zu handeln.