Reichl, M.A. Bernhard
Nach dem Studium der Philosophie, Theologie und Politik an der Ludwig-Maximilian-Universität München,
mit sehr gut und dem Magister Artium abgeschlossen,
wechselte ich in die freie Wirtschaft und war als Projektleiter im Umfeld Supply Chain Management national und international tätig.
Aktiv in grenzüberschreitenden, philosophisch inspirierten Freundes- und Gesprächskreisen erscheinen seit 2016 regelmäßig kleine Randbemerkungen zur Philosophie, die minimalia philosophiae.
Seit dem Sommersemester 2017 biete ich einen Zyklus über die Geschichte der Philosophie in 4 Semestern an. In systematischer Philosophie behandele ich Meisterdenker der Erkenntnis, Ethik und Ästhetik.
Ich freue ich mich, meinen Teilnehmern den Einstieg in dieses großartige Fach und seine Denker zu erschließen, die unsere Kultur tiefgreifend prägen und Orientierung in den Grundfragen des Lebens anbieten.
Die Kritiken Kants haben das analytische Werkzeug geliefert, mit dem seine Schüler die Forderung Kants einlösen, die Philosophie aus einem Guss aufzubauen. Fichtes epochemachende Wissenschaftslehre von 1794 geht über die anderen transzendentalen Ansätze der Kant-Schüler weit hinaus und liefert ein System, das auf dem Primat der tätigen Freiheit ruht, dem Banner der französischen Revolution, und die Grundsätze der praktischen und theoretischen Vernunft vereint.
Kurz vor Hegels Phänomenologie des Geistes erschien 1806 Fichtes Werk "Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters", die beide die Entwicklung des Bewusstseins mit der Geschichte der Menschheit verzahnen. Nach Fichte entwickeln sich der Einzelne und der Staat, in dem er lebt, in fünf Stufen. Kritik und Optimismus des sich emanzipierenden Bürgertums beherrschen das Werk,mit dem Ziel, über die Autorität zu siegen und die innerlich freie Vernunft in einer freien Gesellschaft zur Geltung zu bringen.