Jungmann, Dr. Alexander
Ich bin Sozial- und Kulturwissenschaftler sowie promovierter Soziologe mit Schwerpunkten
in der Stadtsoziologie (Architektur, Lebenswelten, Raum, Siedlung), Migrationssoziologie
(incl. Integration) sowie politischen Soziologie und Gesellschaftstheorie/Sozialphilosophie.
Promoviert habe ich hier an der Universität Augsburg mit einer Grundlagenarbeit über
"Jüdisches Leben in Berlin. Der aktuelle Wandel in einer metropolitanen
Diasporagemeinschaft". Lehr- und Forschungstätigkeiten führten mich außerdem u. a. an die
LMU München sowie als Professurvertretung nach Marburg
In dieser kleinen Einführung geht es um dreierlei: Zunächst werden in Form eines Impulsreferats verschiedene Seiten dieses sehr alten und vielschichtigen, zugleich aber immer wieder von Neuem sehr aktuellen Vorurteils der Judenfeindschaft vorgestellt. Im Weiteren möchte ich positive Beispiele von Initiativen insb. in Augsburg gegen Antisemitismus vorstellen und schließlich gemeinsam mit Ihnen Möglichkeiten ausloten, wie wir dazu beitragen können, dass Antisemitismus hierzulande keine Chance hat.
Spätestens seit der beliebten Fernsehserie "Babylon Berlin" faszinieren die 1920er Jahre und ihr Großstadtleben die heutigen Menschen. Doch auch abseits der großen Metropolen finden sich bis heute beeindruckende architektonische Zeugnisse des damaligen Aufbruchs in die Moderne (insbesondere Neue Sachlichkeit, Expressionismus). Diesen Spuren wollen wir mit ausgewählten Beispielen nachgehen. Treff: Platz zwischen der Herz-Jesu-Kirche und der Straßenbahn-Haltestelle Anmeldung unbedingt erforderlich!
Anhand einer bunten Textauswahl von Kulturphilosophen der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen - von Walter Benjamin (Paris) bis zu zeitgenössischen Autoren wie dem US-amerikanischen Stadtsoziologen Richard Sennett (New York) gehen wir dem nach, was eigentlich ein Flaneur ist, was er mit uns, unserer Zeit und vor allem den Metropolen der Moderne zu tun hat. Impulsvortrag und Diskussion über aussagekräftige Textstellen.
Augsburg ist mit seinem einzigartigen, in Jahrhunderten gewachsenen Wassermanagement-System seit 2019 Weltkulturerbe-Stadt. Mit dieser Radtour wollen wir uns aus der Liste der 22 Welterbe-Objekte ca. 10 besonders beeindruckende Denkmäler aus der vorindustriellen Zeit anschauen: von dem getrennt Brauch- und Trinkwasser führenden Bach- und Kanalsystem im Stadtwald über die faszinierenden Kanäle und Wasserwerke der Altstadt. Treff: am Hochablass-Stauwehr (Westseite) Bitte beachten Sie: Es besteht eine Helmpflicht Empfehlung: ausreichend zu trinken, regenfeste Kleidung und eine Luftpumpe mitnehmen. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Augsburg ist mit seinem einzigartigen, in Jahrhunderten gewachsenen Wassermanagement-System seit 2019 Weltkulturerbe-Stadt. Auf dieser Radtour wollen wir uns aus der Liste der 22 Welterbe-Objekte drei besonders beeindruckende Denkmäler aus dem Industriezeitalter näher anschauen: Unseren Start- und Ausgangspunkt nehmen wir am berühmten Wasserwerk am Hochablass von 1879. Von dort geht es Lech abwärts zum Kraftwerk an der Wolfzahnau von 1900 (hier Einlass und kurzer Einblick durch den privaten Besitzer) und schließlich zum vergleichsweise kleinen, aber feinen Kraftwerk am Wertachkanal von 1921. Treff: vor dem Wasserwerk am Hochablass (Spickelstr.) Bitte beachten Sie: Es besteht eine Helmpflicht Empfehlung: ausreichend zu trinken, regenfeste Kleidung und eine Luftpumpe mitnehmen. Anmeldung unbedingt erforderlich!!
Mit seinen absichtsvoll geschwungenen verkehrsberuhigten Sträßchen und den pittoresken Reihenhäusern mit viel Vorgartengrün wirkt dieses begehrte gründerzeitliche Wohnviertel auf Erstbesucher wie eine Art Dorf inmitten der Stadt. Mit dem Spaziergang wird der Frage nachgegangen, ob das Thelottviertel, wie teilweise behauptet, eine der frühesten Gartenstädte Deutschlands ist oder doch eher das frühe Beispiel einer lichten Gartenvorstadt. Die dem Industriekapitalismus gegenüber sozialreformerische bis -revolutionäre Gartenstadtbewegung hatte sich um 1900 von Großbritannien nach Deutschland ausgebreitet. Treff: Rosenaustr./Fußgängerübergang mit Ampel zum Hbf (Portal West) Westseite Anmeldung unbedingt erforderlich!
Die zweite ‚Gartenstadt’ genannte Siedlung Augsburgs hatte tatsächlich das nach Fläche weitaus kleinere Thelottviertel zum Vorbild. Allerdings waren hier die Bedingungen nach dem verlorenen 1. WK und durch die das Viertel durchschneidende Bahnstrecke Augsburg – München ungleich schwieriger. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns beim Rundgang besonders interessanten Gebäuden und Straßenräumen widmen und sie nicht zuletzt vor dem Hintergrund der ursprünglichen Gartenbauideen (s. hierzu den Text der Thelott-Führung am 19. Juni) würdigen. Treff: An der Anrufsammeltaxi (AST) 73 Haltestelle 'Schwaben Center West' (ehem. Fußgängerbrücke über die Friedbergerstraße) stadtauswärts Anmeldung unbedingt erforderlich!
Dieses Viertel ist das kleinste und zugleich mondänste der Stadterweiterungen seit der Entfestung Augsburgs 1866. Daher kommt hier die stilistische Vielfalt der zweiten Hälfte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wie nirgends sonst in Augsburg in unmittelbarer Nähe zur Altstadt wie auch zum neuen Stadt-Bahnhof im Westen auf vergleichsweise überschaubarem Terrain beeindruckend zur Geltung. Treff: An der Grünanlage an der Südwestecke des Theodor-Heuss-Platzes bzw. der Stettenstr. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Keine Stadtlandschaft Augsburgs hat sich in den letzten 100 Jahren so stark verändert wie der ehemalige Flugplatz und seine Umgebung, wo sich heute größtenteils ein Gewerbegebiet - Messe und Universitätsviertel - befinden. Hier wollen wir uns einigen z. T. versteckten und weitaus unbekannten Relikten der NS-Zeit widmen. Im Zentrum soll aber die als eine Art NS-Mustersiedlung in den 1930er Jahren gebaute und bis heute noch weitgehend erhaltene ‚Siedlung des Volkes’ stehen. Treff: Haltestelle Linie 2 "Sportanlage Süd" stadtauswärts Bitte Ticket für die Fahrt mit der Linie 2 zur Haltestelle 'Volkssiedlung' (2 Haltestellen) bereithalten. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Augsburgs mittlerweile 25 Trinkwasserbrunnen sind ideale Dustlöscher -- dazu oftmals an idyllischen Plätzen gelegen. Sie können aber auch als Stichwortgeber für eine Vielzahl an Themen dienen: bspw. der Schutz des Wassers als wertvollste Ressource des Stadtwalds; Wasser als Hitzeschutz im Klimawandel usw. Die schön gelegenen dieser Brunnen und ihr thematisches Umfeld wollen wir uns mit dieser Tour erradeln. Die Mitnahme einer leeren Trinkflasche wird empfohlen. Treff: Am venezianischen Muschelbrunnen an der rechten Innenseite des Roten Tors Bitte beachten Sie: Es besteht eine Helmpflicht Empfehlung: ausreichend zu trinken, regenfeste Kleidung und eine Luftpumpe mitnehmen. Anmeldung unbedingt erforderlich!
Der Augsburger Stadtwald stellt eine einzigartige, unter Naturschutz stehende Kulturlandschaft des wechselseitigen Zusammenwirkens von Mensch und Natur dar. Dabei birgt er, oft etwas abseits der Hauptwege, geheimnisvolle Zeugnisse vergangener Zeiten, denen wir radelnd auf die Spur kommen wollen. Treff: Am Kiosk der Sportanlage Süd (Ilsungstr.) Bitte beachten Sie: Es besteht eine Helmpflicht Empfehlung: ausreichend zu trinken, regenfeste Kleidung und eine Luftpumpe mitnehmen. Anmeldung unbedingt erforderlich!